Produktbild Surface Pro 4

Wird Microsoft das neue Apple? – Neue Hardware von Microsoft

Anfang Oktober fand ein lange angekündigter „Windows 10 Hardware Event“ von Microsoft statt.  Die Spannung im Vorfeld des Events war fast schon vergleichbar mit einem Apple Event und die Veranstaltung selber stand den großen Events von Apple in nichts nach.
Bisher galt immer: Microsoft ist irgendwie nicht cool – oder zumindest war es das eine lange Zeit nicht. Das negative Image, das dem Unternehmen anhaftet, scheint sich so langsam in Wohlgefallen aufzulösen. Seit Satya Nadella die Position des CEO übernommen hat, erfindet Microsoft sich neu. Das zeigte sich unter anderem in der Vorstellung der neuen Windows-10-Produkte. Microsoft kann wieder mit Selbstvertrauen auftreten – und wie wir meinen zu Recht.

Das neue Microsoft Surface Pro 4 ist das perfekte Tablet für den produktiven Einsatz

Mit viel Energie, Enthusiasmus und Überzeugung vom eigenen Produkt ist in New York unter anderem das neue Surface 4 Pro enthüllt worden. Mit diesem Gerät hat Microsoft die mittlerweile vierte Generation des Tablets mit optionaler Notebook-Funktion in der Pipeline und es wird immer besser. Das Modell orientiert sich in Sachen Design an den ersten Modellen, wurde aber an vielen relevanten Stellen grundlegend optimiert. Es ist schneller, schlanker und besitzt ein größeres Display als der Vorgänger, ohne in den Dimensionen zu wachsen.

Produktbild Surface Pro 4

Das neue Surface Pro 4 mit neuem magnetisch haftenden Stift und neuem Type Cover

Mit den neuen Modellen der Surface Reihe könnte Microsoft erfolgreich versuchen, im Tablet-Markt aufzuholen. Bislang bediente das Surface eher einen Nischenmarkt. Inzwischen mache Microsoft jedoch 3,5 Milliarden Umsatz pro Jahr mit den Geräten. Mehr und mehr sieht man das Microsoft Surface Pro im Einsatz. Nach Angaben von Microsoft legte der Umsatz im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2015 um 117 Prozent auf 888 Millionen Dollar zu. Auch große Unternehmen wie die BMW Group, die Lufthansa, Emirates Airlines, die Mode-Marke Prada sowie der Chemie-Riese BASF seien als Kunden gewonnen worden.

Preislich wird das Surface Pro 4 in der günstigsten Version mit einem m3 Prozessor, 4 GB RAM und 128 GB SSD bei 1000€ liegen. Konfigurieren lässt es sich aber bis knapp 2.500 €; dafür ist dann im Tablet ein i7, 16GB RAM und eine 512GB große SSD verbaut. Vorbestellen lässt es sich über den Microsoft Store.

Waren Notebooks mit Windows Betriebssystem bisher uncool?

Erstmals in der Geschichte des Software-Konzerns zeigte Microsoft ein Notebook aus eigener Produktion. Das Surface Book sei der schnellste Laptop mit 13,5 Zoll Bildschirm, sagte der Microsoft-Manager Panos Panay. Die Messlatte legt dabei sicher das Apple Macbook Pro: Mit einem Nvidia-Grafikchip und Intels Prozessoren Core i7 in der Top-Variante sei das Surface Book zwei Mal schneller. Das Gerät hat eine Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung und ein sensitives Trackpad.

Produktbild Windows 10

Das neue Surface Book – Power-Laptop und das leichteste Tablet in dem der neue intel i7 verbaut wird.

Die größte Innovation aber ist das Display. Mit einer Auflösung von 6 Millionen Pixel lässt es sich abnehmen und wie das Surface-Tablet nutzen. Das Gerät, das 12 Stunden ohne Nachladen durchhält, soll in den USA und Kanada am 26. Oktober in den Handel kommen. In der günstigsten Variante mit 128 Gigabyte Speicher und einem Core i5-Prozessor kostet es 1499 Dollar, die High-End-Version mit Core i7-Chip und 512 Gigabyte Speicher sowie Nvidia-Grafik-Prozessor schägt mit 2699 Dollar zu Buche. Informationen zum Marktstart in Deutschland sind noch nicht bekannt.

Alternative zum iPhone gewünscht? Jetzt kommen die Windows 10 Smartphones

Auch im Smartphone Bereich gibt es Neues von Microsoft. Hier setzt der Konzern aus Redmond auf Premium-Ausstattung. Das Microsoft Lumia 950 wird es in der normalen Ausführung und auch als Lumia 950 XL geben. Der große Bruder unterscheidet sich allerdings mit seinem 5,7 Zoll-Display kaum vom Lumia 950 mit 5,2 Zoll, beide sind groß geraten und gehören eher in die Kategorie der Phablets. Dafür spricht auch die leistungsstarke Hardware: Das Microsoft Lumia 950 ist mit einem Hexacore, das Lumia 950 XL sogar mit einem Octacore von Qualcomm ausgestattet.

Produktbild Microsoft Lumia 950

Das Lumia 950 – der Nachfolger des 930 – kommt von Haus aus mit Windows 10.

 

Beide Smartphones haben eine 20MP-Kamera verbaut, die das filmen in 4K ermöglicht. Das Microsoft Display Dock ermöglicht es dem Nutzer dann, die Smartphones auch an Bildschirme anzuschließen, um die hochauflösenden Videos auf großer Leinwand zu präsentieren. Wann kommt das Lumia 950? Beide Phablets werden schon im November erhältlich sein.

Produktbild Display Dock und Lumia 950

Die Funktion Continuum von Windows 10 machen aus dem Lumia 950 (XL) mit der Display Dock einen fast vollwertigen Windows 10 Computer. So genannte Universal Apps laufen auf dem Monitor so, als wäre ein Computer angeschlossen.

Der Clou der neuen Lumia-Modelle ist jedoch das zusätzliche Feature „Continuum“.  Die Smartphones lassen sich via USB-C-Schnittstelle mit einer Docking-Station verbinden. Diese bietet neben drei USB-Ports HDMI- und DisplayPort-Schnittstellen, über die sich Monitor, Tastatur und Maus anschließen lassen. Anwender könnten so mit dem Smartphone wie mit einem Computer arbeiten. Via USB-C ließen sich Daten mit 5 Gbit/s übertragen. Außerdem lasse sich der Akku binnen 30 Minuten auf zirka 50 Prozent aufladen. Wir dürfen also großes erwarten!

Der Preis für das Lumia 950 wird bei 599€ und der des Lumia 950 XL bei 699€ liegen

Microsoft Band 2

Band 2? Ja, es gab eine Nummer eins, aber nicht in Europa. Das soll sich nun ändern. Mit einem gebogenen Curved-Display, einem Barometer, das Höhenunterschiede feststellen kann, und Cortana wird das Microsoft Band 2 auch in Europa erhältlich sein.

Microsoft legt den Focus bei diesem Produkt auf Gesundheit und Sport. So trackt das Gerät beispielsweise die Bewegung oder den Puls. Die gesammelten Daten vom letzten Waldlauf lassen sich dann in einem Portal gesammelt anzeigen.

Neben dem Gesundheitsaspekt ist das Band zusätzlich eine Verlängerung des Smartphonebildschirms und zeigt, ähnlich wie die Apple Watch, eingehende SMS, Mails und anstehende Termine an. Das funktioniert, anders als bei der Apple Watch, aber auch mit Smartphones, die nicht mit Windows ausgeliefert werden. Android wird ab Version 4.4, iOS ab 8.1.2 und Windows ab 8.1 unterstützt.

Es gibt die Uhr in drei Versionen, die sich in der Länge des Armbandes unterscheiden. Der Preis liegt immer bei 249,99$ und das Vorbestellen ist bereits möglich.

Aber wo es gerade um moderne Gadgets geht….

Sie wollen Ihren Desktop anfassen – HoloLens macht’s möglich

Zukunftsweisend und futuristisch klingt für viele das Konzept der HoloLens. Auf dem Microsoft Event wurden weitere Details zur „Microsoft Brille“ bekannt gegeben. Wie bisher bekannt, kann sie Inhalte in die Realität (Augmented-Reality) projektieren. Wie gut das schon klappt hat Microsoft auf der Konferenz sogar gezeigt. So ist es nun möglich virtuelle Ding zu greifen und zu bewegen. Auch auf Ihr wird Windows 10 laufen. Dadurch können Endbenutzer so gennante Universal Apps nicht nur auf ihrem Computer oder Handy, sondern auch auf der Datenbrille ausführen. Beispiele dafür sind neben dem Edge-Browser zum Beispiel Word, PowerPoint, Excel und Outlook aus der aktuellen Office 2016 Suite. Weiter Apps von Drittanbietern werden ihren Weg aber definitiv in den Windows Store, der Bezugsquelle für Universal Apps finden.

Praktische Verwendung erhofft sich Microsoft zum Beispiel sowohl in der Grafikbranche als auch bei CAD-Anwendern, und natürlich im Zusammenspiel mit der XBOX bei Endkunden.

Produktbild der Microsoft HoloLens

Jetzt in der Entwickler-Vorschau erhältlich: Die HoloLens

Leider ist das nicht ganz unsere Geschäftssparte, doch auf jeden Fall zeigt die vorgestellte Entwickler-Vorabversion was aus dem „Spielzeug“ erschaffen werden kann. Noch Zukunftsmusik, aber vielleicht sind ja in ein paar Jahren die Smartglasses die neuen Smartwatches. Wer nicht auf morgen warten will, kann sich das Entwickler-Paket für knapp 3.000$ vorbestellen.

Das nachfolgende Video stammt noch aus Januar 2015 aber es zeigt immer noch, was für Potential in HoloLens stecken könnte.

Wird Microsoft nun das neue Apple?

„Wir werden ein neues Kapitel für Windows 10 aufschlagen“, kündigte Terry Myerson, als Executive Vice President verantwortlich für die Windows und Devices Group bei Microsoft, anlässlich der Vorstellung der neuen Microsoft-Geräte vollmundig an. Glaubt man den Microsoft-Zahlen, fällt die erste Bilanz für das aktuelle Betriebssystem-Release aus Redmond gar nicht so schlecht aus: Myerson zufolge läuft Windows 10 nach acht Wochen Verfügbarkeit bereits auf über 110 Millionen Rechnern weltweit. Der entsprechende App-Store habe eigenen Angaben zufolge schon über 1,25 Milliarden Besuche verzeichnen können. Und zu guter Letzt würden bereits mehr als acht Millionen Firmenrechner mit dem neuen Microsoft-System arbeiten.

Der Schlüssel, die Ausbreitung von Windows 10 noch weiter zu beschleunigen, liegt aus Sicht der Microsoft-Verantwortlichen in der Hardware. Und die will der weltgrößte Softwarehersteller in Zukunft offenbar verstärkt selbst entwickeln und bauen, statt sich nur auf Partner zu verlassen. Man begibt sich also auf den Weg den auch Apple beschreitet jedoch mit einem Unterschied. Apple ist bisher nicht ernsthaft im Unternehmensumfeld vertreten, verfügt vor allem nicht über die Vielzahl an Geschäftsanwendungen wie Microsoft. Die Nahtlose Integration aller Microsoft Produkte sowie die weitere Verbreitung in weltweiten Unternehmen bringen Microsoft in eine starke Position am Markt.

Was bedeutet diese Entwicklung für Ihre Unternehmens IT?

Wir glauben, dass Microsoft in den nächsten Monaten und Jahren viele Marktanteile im Bereich der Notebooks, Tabletts und Smartphones erobern wird. Wurde die ersten Jahre auch – wie so oft – verschlafen, so startet der Softwareriese nun gewaltig durch und ist angetreten den Markt zu erobern. Es lohnt sich also Microsoft auch in diesem Bereich der IT wieder auf dem Zettel zu haben. CYBERDYNE wird weiter berichten und die Geräte in Kürze testen.

Sie wollen mehr über die neuen Microsoft Produkte erfahren oder direkt kaufen? Schreiben Sie uns!

Ralph Friederichs

1994 gründete er die heutige CYBERDYNE IT GmbH und ist seit dem alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer des Unternehmens. Ralph Friederichs ist Experte und Berater für Cloud Computing, Digitalisierung und Managed IT Services. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit Online Marketing und ist mit dem Mountainbike unterwegs.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.