Jugendlicher Mit Neuem Auto Und Führerschein

Gastbeitrag: Warum sind Managed IT-Services für den Mittelstand ein Muss!?

Eines Tages kommt Ihr Azubi und sagt:,, Chef, ich muss doch immer die Post abholen. Darf ich mir dafür den Firmenwagen nehmen? Ich hab zwar keinen Führerschein, aber ich fahre Go-Kart-Rennen und kenne mich etwas  aus.“ Was sagen Sie? Wenn Sie verantwortungsbewusst und vernünftig sind, wird Ihre Antwort lauten:,, Nein!“

Angenommen, Sie haben eine Spedition. Am Morgen meldet sich der Fahrer Ihres 30-Tonners krank. Ein Ersatzfahrer ist gerade wegen der Urlaubszeit nicht verfügbar. Sie gehen in die Disposition und fragen einen der Mitarbeiter, ob er im Besitz eines Führerscheins ist. Wahrscheinlich ist jemand dabei, der das positiv beantwortet. Leider gilt die Fahrerlaubnis nur für einen PKW. Egal, der Kunde ist König. Sie bitten Ihn, die Kundenfahrt von Frankfurt nach Hamburg zu übernehmen. Das ist doch nur von Autobahn zu Autobahn und geht immer geradeaus. Würden Sie so verfahren? Auch das würden Sie aller Voraussicht nach nicht verantworten wollen.

Jeder IT-Verantwortliche benötigt eine Fahrerlaubnis

Bei der Vergabe der Verantwortlichkeiten innerhalb eines Unternehmens sieht es oft ganz anders aus. Der IT-affine Auszubildende oder Mitarbeiter bekommt häufig die Aufgabe übertragen, sich um die „EDV“ zu kümmern. Soviel Arbeit ist das ja nicht. Am besten nur die Daten sichern und sonst Finger weg. Never touch a running system! Und wer mit seinem Hobby Go-Kart fahren auch den Firmenwagen lenken darf, der kann ja wohl auch als LAN-Party-Organisator die Unternehmens-IT bedienen.
Auch hier hat der sehr oft bedauernswerte Mitarbeiter keinen Führerschein. Er kennt weder die Bedienungselemente (Lenkrad, Gas-, Kupplung-, Bremspedal), noch sind Maßnahmen zur Sicherheit am Fahrzeug und im Straßenverkehr bekannt. Somit wird nur eine einzige Aufgabe beherrscht – immer schön geradeaus fahren.

Was sind eigentlich die Bedienungselemente einer gut funktionierenden IT?

Sie sind vielfältig wie beim Auto. Es beginnt mit unterschiedlichster Hardware: Server, Storage, Backup-Hardware und Backup-Medien, Switches, Router, PC-Workstation, Monitore, Drucker – um hier nur ein paar wenige und geläufige zu nennen. Weiter geht es mit den Betriebssystemen: Microsoft Server, Hyper-V, Linux, Unix, VMware und viele mehr. Es folgen gängige Kommunikations- und Datenbanksoftware wie Exchange, Lotus Notes, SQL-Server. Nicht zuletzt, Sicherheitslösungen zum Schutz von Netzwerk und Daten: Firewall, Virenschutz, Endpoint-Security, Phishing-Mail-Schutz und vieles mehr.
Aufgezählt sind nur diejenigen, die allgemein bekannt sind. Der IT-Experte kann hier noch wesentlich mehr nennen und damit steigen die Aufgaben des IT-Beauftragten, der auch als IT-Administrator bekannt ist.

Welche Aufgaben müssen erfüllt werden?

Die kaufmännische und risikominimierende Verantwortung lastet auf dem Mitarbeiter. Die Hardware muss permanent überprüft und im Zyklus von drei bis fünf Jahren ausgetauscht werden. Dabei fallen Arbeiten wie die Installation neuer Software, die man häufig nicht kennt, und die Migration der Daten an. Fragen, ob für die Hardware noch Gewährleistung und Service zur Verfügung stehen, oder ob Verträge verlängert werden müssen, sind ebenfalls zu klären. Auch die folgenden Fragen erfordern eine gewissenhafte Antwort: Schützt die installierte unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV/UPS) die Hardware noch vor Schäden durch Stromausfall? Sind die Netzwerkkomponenten noch aktuell und dem wachsenden Datenverkehr in Netzwerk angepasst? Stehen den ebenfalls wachsenden Datenvolumen ausreichend Festplattenkapazitäten zur Verfügung? Reichen die vorhandenen Backup-Kapazitäten aus, um alle Daten zu sichern? Reichen die Zeitfenster für das größer werdende Datenvolumen?

Regelmäßig müssen die Betriebssysteme sicher gemacht und Patches eingespielt werden. Das gilt für jedes Betriebssystem, für die einen häufiger und die anderen weniger. Patches gibt es mittlerweile auch für Anwendungssoftware, egal ob es sich um Microsoft-Office, Adobe Reader oder die installierten Browser handelt. Eine ständige Überwachung und Aktualisierung ist unerlässlich. Denn Hersteller entwickeln ihre Betriebssysteme fortwährend weiter und kündigen alte Versionen ab. Ob das neue dann mit „alter“ Hardware und anderer Software zusammen funktioniert, muss erfragt, geprüft und getestet werden. Ebenfalls gehört der Check von Sicherheitshardware und -software zum Tagesprogramm, denn oft sind die Laufzeiten auf ein oder zwei Jahre begrenzt.

Diese Auflistung ist bei weitem nicht komplett und soll auch nur einen groben Überblick über Aufgaben und Verantwortlichkeiten geben. Es zeigt auch, dass ein einziger Mitarbeiter nicht nur aufgrund des hohen Aufwandes, sondern auch und ganz besonders wegen der hohen Kompetenz-Anforderungen nicht ausreichen wird. Bleiben Aufgaben liegen, bedeutet das ein erhöhtes Risiko für die IT. Es drohen Ausfälle von Hard- und Software. Bestehen keine Gewährleistungen und/oder Service-Verträge, ist eine Wiederherstellung nur mit großen Verzögerungen möglich.

Was Managed IT-Services für den Mittelstand tun können

Wie wichtig eine gut funktionierende IT-Pflege ist, zeigt der Vorfall eines Virenbefalls in einem mittelständischen Unternehmen. Trotz Firewall und aktuellster Virenschutzsoftware hat der Virus „Cryptowall“ über einen Benutzer-Account Zugang zu dessen Daten bekommen. Cryptowall verschlüsselt diese Daten, um im Nachhinein vom Eigentümer Geld für die Entschlüsselung zu verlangen. Was passiert ist uns warum das passiert ist, war nur über die eingesetzten Sicherheitslösungen und Auswertung ihrer Logdaten und Eventanzeigen zu klären. Die Daten mit geringem Verlust wieder herzustellen, ermöglichte ein gutes und aktuelles Backup mit einer leistungsstarken Backup-Software.

Für ein mittelständisches Unternehmen sind die Anforderungen an eine hoch funktionale, performante, ausfall- und angriffssichere Unternehmens-IT extrem hoch, wirtschaftlich fast nicht machbar. Kompetente, engagierte und gut ausgerüstete IT-Dienstleister bieten gerade für diese Kunden ausgereifte Service-Konzepte an. Managed-Services ist der Begriff dafür und diese beinhaltet die oft automatisierte Überwachung und Aktualisierung von Software und den professionellen Austausch der Hardware.

Fünf Kriterien sind wichtig bei der Auswahl der Dienstleister:

1. Ist der Sitz des IT-Partners ortsnah, damit auch eine schnelle vor Ort Unterstützung gewährleistet ist?
2. Verfügt der IT-Partner über ausreichende Mitarbeiterkapazität mit allen benötigten Hersteller-Kompetenzen?
3. Können Referenzen für den Betrieb der IT eines vergleichbaren Unternehmens nachgewiesen werden?
4. Verfügt der IT-Dienstleister selbst über Sicherheitsrichtlinien für sein eigenes Unternehmen? Hat er einen Datenschutzbeauftragten und ein anerkanntes Qualitäts-Siegel?
5. Wo werden Kundendaten gespeichert? Bevorzugt in Deutschland!

Gastautor dieses Beitrags:

Karsten Agten
Geschäftsführender Gesellschafter des IT-Dienstleistungsunternehmens
IT-On.NET mit Sitz in Düsseldorf und Hüfingen (Baden-Württenberg)

Haben wir Ihr Interesse an Managed IT-Services geweckt? Dann nehmen Sie bitte gerne Kontakt zu uns auf!

Petra Bienias

Assistenz Vertrieb

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