Business Messenger

Business Messenger: Alternative zu WhatsApp?

Instant Messenger sind auf mobilen Geräten nicht mehr weg zu denken. Sie erlauben eine ausführlichere Kommunikation als es die SMS jemals konnte. Außerdem ersparen sie die Kosten für das Senden einzelner Nachrichten, wie es noch bei SMS-Diensten üblich ist.

Die Bilder, Videos, Links und alles andere „teilbare“ können bei den heutigen Diensten direkt an die Freunde geschickt werden. Die Möglichkeit der Gruppendiskussion erleichtert den alltäglichen Austausch. Zum Teil gibt es die Möglichkeit Video- und/oder Sprachanrufen zu tätigen. Alles was benötigt wird, ist die Verbindung zum Internet. Die ist in vielen Ländern durch öffentliche WLAN HotSpots von Restaurants, Hotels oder auch von Kommunen viel einfacher geworden. In Deutschland könnte sich dies mit der Abschaffung der WLAN-Störerhaftung auch noch stärker durchsetzen.

WhatsApp und die Konkurrenz

WhatsApp, der bekannteste Messenger hat laut Angaben von Statista (Quellenangabe siehe unten) mittlerweile monatlich rund eine Milliarde aktive Nutzer und ist damit weltweit der meist genutzte Dienst. Dicht gefolgt vom Facebook Messenger. Die Ausgliederung der Messenger-Funktion aus der Facebook-App verhalf diesem Dienst zu mehr Nutzern. Mittlerweile nutzen rund 900 Millionen Menschen diese App monatlich. 2015 lag diese Zahl noch bei 600 Millionen. Die beiden Dienste QQMessenger und WeChat sind hierzulande gänzlich unbekannt, da sie vor allem in Asien genutzt werden. Dort haben sie cirka 870 bzw. 760 Millionen aktive Nutzer im Monat.

Dieses gibt auch Anlass zur Vermutung, dass Messenger Apps auch in der näheren Zukunft noch eine große Rolle spielen werden. Dazu muss man sich nur den Erfolg von Snapchat ansehen.

Kundenkontakt mit Messengern

Auch für viele Unternehmen wird die Nutzung immer interessanter. Beispielsweise wird WhatsApp von Medien-Unternehmen – vor allem Nachrichten-Magazinen –  als eine Art Newsletter verwendet. Dies funktioniert rechtlich nur, wenn die Kunden ihr Einverständnis dazu geben.

Die Kunden dürfen dabei nicht mit Hilfe der Gruppenfunktion angeschrieben werden, da hier die Datenschutzfunktion entfällt (die Kunden können untereinander die Nummern sehen). Die Nutzung ist dementsprechend nur per Broadcast möglich und dieser funktioniert auch nur dann reibungslos, wenn die Empfänger die Nummer des Senders in ihrem Smartphone gespeichert haben. Haben sie das nicht, dann erhalten sie auch keine Nachrichten (was für den Sender nicht kontrollierbar ist). Zusätzlich sollte der Sender nur Nummern speichern, die auch den Newsletter erhalten. Hierfür sollte eine Rufnummer gewählt werden, die ansonsten keine weitere Funktion hat, so dass keine weiteren Kontakte im Adressbuch gespeichert sind.

Rechtlich bewegt man sich hier in einer Grauzone. Der Hintergrund: WhatsApp überträgt alle Daten aus dem Adressbuch an den Dienstanbieter, was mit europäischem Recht schwer zu vereinbaren ist. Im privaten Bereich ist dies nicht problematisch, im geschäftlichen Bereich schon. Werbenachrichten (ähnlich den sponsored Posts bei Facebook) möchte WhatsApp nach eigenen Angaben nicht einführen, da man sich damit die Kunden vergraulen würde.

Verschlüsselung beim Branchenprimus

Ein Kritikpunkt, auch bei einer möglichen zukünftigen gewerblichen Nutzung von WhatsApp, war die fehlende Verschlüsselung der Nachrichten. Seit April 2016 gibt es eine „Ende-zu-Ende-Verschlüsselung“ für alle Nutzer. Mit der Verschlüsselung haben nur noch der Sender und der Empfänger die Möglichkeit die Nachricht zu lesen. Laut WhatsApp hat das Unternehmen selbst keine Möglichkeit darauf zuzugreifen. Damit legt WhatsApp bei der Verschlüsselung nach und führt damit Sicherheitsstandards ein, die bei anderen Diensten schon längst die Regel sind.

Skype for Business als Ihr Business Messenger

Neben der Kommunikation mit möglichen Kunden ist für Unternehmen vor allem die Nutzung eines Messengers innerhalb des Teams interessant. Die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern ist auf diese Weise deutlich schneller, da Projektzwischenstände direkt mit allen Beteiligten kommuniziert werden können. Auch viel einfacher mit Mitarbeitern, die sich gerade nicht in der Zentrale befinden. Die können zudem bei Meetings etc. besser eingebunden werden.

Im Business Bereich sollte eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in jedem Fall zum Standard gehören. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an solchen Messengern, die sich speziell an Unternehmen richten. Als Microsoft Partner haben wir uns natürlich intensiv mit Skype for Business auseinandergesetzt. Skype dürfte hinreichend bekannt sein als Voice-over-IP-Telefonie bzw. als Videochat. Mit der Business-Variante versucht Microsoft den Anschluss an die Entwickler von mobilen Lösungen. Skype for Business ist auch auf mobilen Endgeräten (Smartphones, Tabletts) nutzbar.

Aber hier geht Microsoft noch etwas weiter. Das Programm ist in Office 365 integriert und erlaubt das ScreenSharing sowie das gleichzeitige Arbeiten in Office-Dokumenten. Darüber hinaus können Outlook Kontakte direkt aus dem Programm heraus angerufen werden. Dritte, die kein Skype-for-Business haben, können mit einer einfachen App ebenfalls in eine Gruppenunterhaltung integriert werden.

Business Manager im Test

Neben Skype-for-Business gibt es noch einige weitere Messenger mit zum Teil sehr unterschiedlichen Funktionen. Bei der Entscheidung für einen solchen Business Messenger sollten sich Unternehmen zuerst die Mühe machen und verschieden Anbieter vergleichen. Jeder hat mit Sicherheit auch unterschiedliche Anforderungen an einen solchen Messenger.

Mögliche Aspekte, die für Ihr Unternehmen bei der Auswahl des Business Messengers entscheidend sein könnten:

  • Nutzung nur als App oder auch auf dem Desktop
  • Möglichkeit der Video- und Audiotelefonie
  • Filesharing
  • Screensharing
  • Einbindung von Tools
  • Sendung von sensiblen Daten
  • Einbindung in Cloud-Speicher wie Dropbox, Google Drive, OneDrive
  • Design in der CI des Unternehmens
  • Kosten

Das Vergleichsportal vetalio hat einige Business Messenger getestet. Unter anderem finden Sie detaillierte Berichte zu den Messengern stashcat, Teamchat, Avaamo, Brosix und einigen weiteren. Dort werden auch noch weitere Features erwähnt, wie die Verknüpfung mit Terminplanung, Navigationssystem und auch eine Facebook-Integration, welche einige der Dienste aufweisen.

Die Business Messenger sind in der Regel im Gegensatz zu den privaten Diensten nicht kostenlos. Einige der Messenger bieten eine kostenlose Version zum Testen an, aber generell sollten Sie damit rechnen, etwas zahlen zu müssen. Auch hier gibt es wieder unterschiedliche Modelle. Überlegen Sie im Vorhinein was Sie wirklich benötigen, bevor Sie sich für einen solchen Dienst anmelden.

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Ralph Friederichs

1994 gründete er die heutige CYBERDYNE IT GmbH und ist seit dem alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer des Unternehmens. Ralph Friederichs ist Experte und Berater für Cloud Computing, Digitalisierung und Managed IT Services. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit Online Marketing und ist mit dem Mountainbike unterwegs.

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