CeBit 2015 Digitalisierung

CeBit 2015 im Rückblick – Was ein Penetrationstest mit Digitalisierung zu tun haben

Die CeBit 2015 liegt hinter uns und wir haben für Sie nochmal die Top Themen der Messe zusammengetragen. Wie schon in den vielen Jahren zuvor, zeigt die CeBit den Weg der IT Branchen in den nächsten Jahren auf. Neue Technologien und Lösungen werden vorgestellt und diskutiert und neue Trends bekommen eine große Bühne. In diesem Jahr war das Top Thema der CeBit die Digitalisierung der Wirtschaft. Nicht umsonst hieß das Motto der Messe auch „d!conomy“. Was unter diesem Motto vorgestellt wurde, beschreiben wir in diesem Artikel.

d!conomy – alles wird digital

Digitalisierung ist ein Begriff, der in den letzte Wochen und Monaten in fast jedem Medium vorkam und über den bereits viel berichtet wurde. Doch für viele ist dieses Wort nicht greifbar. Was ist überhaupt mit Digitalisierung oder digitaler Transformation gemeint? Die Berichte dazu reichen von sozialen Netzwerken wie Facebook, über selbst fahrende Autos bis hin zur Industrie 4.0. Versuchen wir mal Licht ins Dunkle zu bringen.

Wenn von der Digitalisierung gesprochen wird, ist grundsätzlich die Vernetzung der Wirtschaft gemeint. Eine Vernetzung deren Basis das Internet ist und die bedingt, dass alle Geräte und Systeme eine so genannte IP-Adresse bekommen. Und wenn wir von allen Geräten und Systemen reden,  sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Immer mehr Geräte der Wirtschaft und des täglichen Lebens erhalten heute eine IP-Adresse und werden damit auch vernetzt.

Ist ein Gerät erstmal angebunden, kann es in der Regel über Software angesprochen, gesteuert, programmiert oder ausgelesen werden. Es entstehen Möglichkeiten und Daten, die man vorher nicht zur Verfügung stehen hatte und mit denen man nun arbeiten kann. Das Gerät ist jetzt „digitalisiert“. Damit ist es natürlich noch nicht getan. Jetzt gilt es auch etwas Sinnvolles aus diesen Möglichkeiten zu machen.

Auf der CeBit konnten wir Industrieroboter bestaunen, die von jedermann über eine App auf dem iPad programmiert werden konnten und die dann eigenständig Formen aus einem Kunststoff-Würfel schnitten. Oder aber Haushaltsgräte die das Nutzungsverhalten ihrer Besitzer an den Hersteller übermitteln, damit dieser auf Basis der Daten die Systeme weiterentwickeln kann. Oder aber auch beheizbare Schuhsohlen die per App zu steuern sind, die Temperatur selbständig regeln, die Schritte aufzeichnen und mir meinen Kalorienverbrauch anzeigen.

Was das mit Ihrem Unternehmen zu tun hat? Stellen Sie sich einfach mal vor, alles in Ihrem Unternehmen wäre vernetzt und alle Systeme wären verbunden. Daten und Informationen können frei fließen, werden kummuliert und zentral ausgewertet. Stecken da keine Potentiale und Mehrwerte drin?

Meine Cloud, deine Cloud, unsere Cloud

Bereits im Jahr 2011 war das Schwerpunktthema der CeBit „Cloud Computing“. So richtig in der Wirtschaft angekommen ist das Thema erst heute, vier Jahre später. Die Cloud ist allgegenwärtig.

Aber worum geht es eigentlich, wenn von Cloud Computing die Rede ist? Auch hier spielt das Internet wieder eine große Rolle. Die fortschreitende weltweite Vernetzung mit immer größeren Bandbreiten und Geschwindigkeiten macht es möglich, Computersysteme in Rechenzentren zu zentralisieren. Was früher die Großrechner in den Rechenzentren der Unternehmen waren, sind heute die weltweiten Rechenzentren von Microsoft, Amazon, Google und Co. In diesen werden riesige Serverfarmen mit tausenden Computern betrieben. Der Vorteil ist, diese verfügen über gigantische Rechenleistungen und schier unbegrenzten Speicherplatz.

Reden wir also von der Cloud, so reden wir von diesen Rechenzentren und Ihren Möglichkeiten. Hier können Programme und Softwarelösungen für Millionen User bereitgestellt und betrieben werden. Weitaus effizienter, schneller und sicherer als in tausenden verteilten Serverräumen von Unternehmen. Die Cloud, also das Internet mit seinen Rechenzentren, ist die Grundlage für die Digitalisierung und eröffnet Möglichkeiten die es bisher nie gab.

Einer der größten Cloud-Anbieter weltweit ist heute Microsoft. Das sah vor fünf Jahren noch nicht so aus. Doch getrieben durch Wettbewerber wie Amazon, Google und Apple und den steigenden Bedarf der Kunden an vernetzten Lösungen, hat der Konzern aus Redmond in den letzten Jahren massiv investiert. Somit verfügt Microsoft heute nicht nur über ein weltweites Netz an Rechenzentren, man hat auch mit der Plattform „Azure“ eine Technologie geschaffen, die ungeahnte Einsatzszenarien in diesen Rechenzentren schafft.

Von der Abbildung ganzer Serversysteme von Unternehmen mit all Ihrem Anwendungen, über Plattformen für Entwickler bis hin zu Online-Speicher wie OneDrive. Microsoft spielt in allen Bereichen mit und wird in der Zwischenzeit auch von den eigenen Wettbewerbern als Cloud-Anbieter genutzt.

Für Sie als Kunde eröffnen sich durch die Cloud ungeahnte Möglichkeiten. Stellen Sie sich einfach vor, Sie müssten keine Serversysteme mehr selber kaufen und betreiben sondern könnten die benötigten Anwendungen einfach aus der Cloud beziehen. So wie Strom aus der Steckdose oder das Fernsehen per Satellit oder Kabel. Der Rechenleistung sind keine Grenzen gesetzt und der Zugriff ist weltweit möglich. Hört sich doch gut an, oder?

Der Penetrationstest – sind Sie sicher, dass Sie sicher sind?

Digitalisierung, Cloud Computing, weltweite Vernetzung, alles tolle Technologien hinter denen tolle Möglichkeiten stecken. Gäbe es da nicht auch eine Kehrseite der Medaille. Diese Seite heißt IT-Sicherheit oder besser IT-Unsicherheit. IT-Sicherheit war mit eines der Top Themen der diesjährigen CeBit und sollte immer in einem Atemzug mit der Digitalisierung genannt werden. In dem Moment, wo Systeme vernetzt werden, ihnen also eine IP-Adresse zugewiesen wird, muss man sich auch Gedanken über deren Sicherheit machen.

Ging es in der Anfangszeit des Internets um Virenscanner und Firewalls, so hat sicher der Markt für IT-Sicherheit in den letzten Jahren stark erweitert. Neue Technologien schaffen neue Möglichkeiten der Bedrohung und neue Risiken. Datenverlust, Manipulation, Industriespionage, Erpressung, Angriffe, Überwachung usw. Alles ist mittlerweile denkbar und machbar und in fast keinem Fall weiß man, aus welcher Richtung die „Angreifer“ kommen.

Klar ist aber auch, Technologie alleine reicht nicht aus. Virenscanner, Firewalls, Verschlüsselung, Filtersysteme, Überwachungssysteme und Datensicherungen sind in ihrer Effektivität immer abhängig vom Faktor Mensch. Daher sollte man beim Thema IT-Sicherheit immer drei Dinge beachten:

  1. Organisatorische Maßnahmen, Prozesse und Regelungen
  2. Technologische Maßnahmen
  3. Einweisung, Aufklärung und Schulung

Nur im Zusammenspiel dieser Komponenten, kann Sicherheit auf ein sehr hohes Niveau gebracht werden und potentielle Angreifer beißen sich die Zähne aus.

Um darüber hinaus sicher zu gehen, dass die Schutzmechanismen wirken, etablieren sich mehr und mehr Sicherheitstest, Audits und so genannte Penetrationstests. Bei letzteren wird ein Angriff auch die IT-Infrastruktur simuliert um mögliche Schwachpunkte und Sicherheitslücken aufzudecken. Regelmäßig durchgeführt minimieren solche Tests die Risiken und schaffen nachhaltiges Bewusstsein für IT-Sicherheit.

Unsere Empfehlung für Sie. Vergessen Sie beim Thema Digitalisierung die IT-Sicherheit nicht. Beides sollte im Einklang stehen und immer Chefsache sein. Genauso wie Sie an einer Optimierung Ihrer Prozesse, an Effizienzsteigerung und Innovationen interessiert sind, so sollten Sie auch an Sicherheit, Risikominimierung und ständiger Wachsamkeit interessiert sein. Nur so sichern Sie Ihr Unternehmen und Ihren Erfolg auch nachhaltig ab.

Ralph Friederichs

1994 gründete er die heutige CYBERDYNE IT GmbH und ist seit dem alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer des Unternehmens. Ralph Friederichs ist Experte und Berater für Cloud Computing, Digitalisierung und Managed IT Services. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit Online Marketing und ist mit dem Mountainbike unterwegs.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.