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7 IT-Sicherheits-Trends für 2021

Nicht nur unser aller Leben, auch die IT-Sicherheit wird beeinflusst von Covid-19 – in 2021 wird dies noch deutlicher werden.

2020 war Covid-19 ein großer Treiber der Digitalisierung. Die mit dem Coronavirus verbundenen Lockdowns haben viele Menschen aufgeweckt, die bisher die Digitalisierung verschlafen haben. Unternehmen schickten ihre Mitarbeiter adhoc ins Homeoffice. Neue Geräte wurden angeschafft, neue Clouds geöffnet, Mitarbeiter nutzten ihre privaten Geräte usw.

Viele Auswirkungen dieser schnellen Umstellungen werden erst 2021 erkennbar – zum Teil leider auch schmerzlich – und bestimmen damit auch die IT-Sicherheits-Trends und Gefahren, auf die sich Unternehmen vorbereiten müssen.

Trend 1: Mehr Automatisierung

Mehr Digitalisierung bedeutet auch, dass immer mehr Fachkräfte für die Cybersecurity gebraucht werden. Das International Information System Security Certification Consortium, kurz (ISC)², hat in seiner jährlichen Umfrage unter IT-Sicherheits-Professionals herausgefunden, dass weltweit aktuell 3,5 Mio. Menschen in der Branche arbeiten. Fast genauso viele Stellen sind aber offen.

Um diesem Fachkräftemangel entgegen zu treten, müssen Prozesse verstärkt automatisiert werden. Wenn Routineaufgaben von Computern erledigt werden, haben die Mitarbeiter mehr Zeit, um sich auf neue Sicherheitsbedrohungen einzustellen und für das Unternehmen wertschöpfender zu arbeiten.

Trend 2: Mehr Sicherheit für IoT

Smart Homes, Smartmeters, Connected Cars – intelligente Technologie steckt in immer mehr Alltagsgegenständen. Aber auch Produktion und Logistik werden immer smarter. Die Anzahl der im Internet of Things (kurz IoT) verbunden Geräte hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Damit vermehren sich aber auch die Sicherheitsrisiken – IoT-Geräte können zu Einfallstoren für Schadcode werden.

Daher wird sich die Sicherheit im nächsten Jahre verbessern, auch weil sich durch die Einführung von 5G, die Nutzung dieser Geräte weiter erhöht.

Trend 3: Cloud Security wird wichtiger

Covid-19 ist auch ein Treiber für die Nutzung von Cloud-Speicherdiensten. Viele Unternehmen haben ihren Mitarbeitern im Homeoffice adhoc Zugriff auf wichtige Daten ermöglichen müssen.

Die Nutzung von Cloud-Diensten ist dadurch populärer geworden – und alles was in der IT populär wird, sieht sich verschärften Sicherheitsproblemen ausgesetzt. Nutzen viele Unternehmen bestimmte Cloud-Dienste, werden Hacker verstärkt versuchen, diese anzugreifen.

Um die Datensicherheit zu vergrößern, werden die Dienste selbst an ihren Cloud-Systemen arbeiten. Aber auch die Unternehmen, die Clouds nutzen, müssen in diesem Bereich investieren, um dauerhaft ihre Daten zu schützen.

Trend 4: Phishing wird weiter automatisiert

Auch hier ist die Pandemie wieder ein Treiber: Mehr Menschen arbeiten im Homeoffice – das bedeutet, dass sich Cyberkriminelle auf die Sicherheitslücken konzentrieren, die sich hierdurch ergeben (siehe dazu auch Trend 3).

Kriminelle setzen dabei verstärkt auf das Einfallstor Nummer eins: Phishing – und dies mehr und mehr automatisiert. Anreden, persönliche Daten etc. werden mit Hilfe von Datenbanken erstellt und versendet. Automatische Textprogramme werden immer besser und erlauben die vollständige Übersetzung, so dass Fremdsprachen ein geringeres Hindernis sind.

Unternehmen sollten in 2021 verstärkt auf die Schulung der eigenen Mitarbeiter achten. CYBERDYNE ist dabei gerne ihr Partner.

Trend 5: BYOD and Mobile Security

Auch hier sehen wir wieder einen Trend, der durch Covid-19 beschleunigt wurde. In vielen Unternehmen, Verbände und Gemeindeverwaltungen standen nur für einen Teil der Mitarbeiter mobile Geräte zur Verfügung, neue mussten angeschafft werden. Die Folge: bei Großhändlern waren Laptops und Webcams vergriffen.

Dadurch setzten Arbeitgeber verstärkt auf die privaten Geräte der Mitarbeiter – Bring your own Device oder besser Use your own Device war dabei der Wahlspruch.

Dieser Trend zur Nutzung privater Geräte wird mit Sicherheit anhalten, denn Mitarbeiter besitzen häufig schneller und neuere Geräte als Unternehmen – vor allem bei Smartphones sind die Angestellten schneller.

Für die IT wird dadurch die Herausforderung größer, diese Geräte zu verwalten sowie die darauf liegenden Daten zu schützen. Hier werden Unternehmen in 2021 verstärkt in Sicherheit investieren müssen.

Trend 6: Datenverluste werden sichtbar

Erst 2021 werden Unternehmen feststellen, welche und wie viele Daten sie mit dem hektischen Umzug ins Homeoffice verloren haben. Clouds waren nicht rechtzeitig eingerichtet, Mitarbeiter haben Daten auf privaten Rechnern gespeichert usw.

Damit Unternehmen weiterhin ortsunabhängig arbeiten können, müssen IT-Abteilungen sicherstellen, dass die Daten auch wirklich überall geschützt sind.

Trend 7: Mehr Inside-Jobs

Ein Trend, der schon in den letzten Jahren begonnen hat, sich aber in 2021 noch einmal verstärken könnte: Mitarbeiter, die Informationen stehlen. “Insider as a Service” könnte vor allem in stark dezentralisierten Unternehmen ein Problem werden. Hierbei handelt es sich um Mitarbeiter, die gezielt eingeschleust werden, um Daten zu stehlen. Tatsächlich kann man entsprechende Dienstleistungen bereits im Darknet kaufen.

Wenn immer mehr Mitarbeiter nicht mehr an einem Ort zusammenkommen, wird das gezielte Ausspähen von Daten einfacher. Die Hürde Daten zuhause zu stehlen ist unter Umständen geringer als im Unternehmensbüro.

2020 bestimmt 2021

Die Sicherheit der IT 2021 ist geprägt von schnellen Entscheidungen aus dem Jahr 2020. Bereits gemachte Fehler werden unter Umständen erst im nächsten Jahr sichtbar und auch Kosten verursachen.

Aber es wird auch positive Veränderungen geben, so wird Work Anywhere zum New Normal. Mitarbeiter werden in 2021 noch besser dort arbeiten können, wo sie sich gerade befinden. Unternehmen müssen aber vor allem an dieser Schnittstelle zum Homeoffice verstärkt auf Sicherheit setzen.

Quellen:

Infoquellen (alphabetisch):

Bildnachweis: Pop Nukoonrat / 123rf.com

Ralph Friederichs

1994 gründete er die heutige CYBERDYNE IT GmbH und ist seit dem alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer des Unternehmens. Ralph Friederichs ist Experte und Berater für Cloud Computing, Digitalisierung und Managed IT Services. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit Online Marketing und ist mit dem Mountainbike unterwegs.

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